Albert-Schweitzer-Schule

Gemeinschaftsgrundschule Deller Straße 13, Velbert

Meine turb(o)-ulenten Jahre an der Albert Schweitzer Schule

 

„Turbulent“, dieser Gedanke kam mir spontan, als ich eine Überschrift für meine „gedankliche Nostalgie- und Erlebnistour“ durch all´ die Jahre an der Albert Schweitzer Schule suchte. Warum?

 

Zum einen, weil es sicherlich meinem Temperament entspricht, meine alltägliche Erfüllung meines Berufes, meiner Berufung als Lehrerin, immer ein bisschen mehr, ein bisschen außergewöhnlicher, ein bisschen bunter, ein bisschen unkonventioneller, eben auch ein bisschen turbulenter auszuüben. Zum anderen, weil die Zusammenarbeit mit derart unterschiedlichen Kindern, Eltern, Kolleginnen und Kollegen häufig auch turbulent war.

 

Wenn ich an die letzten 22 Jahre denke, sind diese wie im Flug vergangen.

 

Es begann mit einer Einladung meiner damaligen Rektorin, Frau Dickmann, die mich in den Ferien, zum gegenseitigen Beschnuppern, in die Schule einlud und mir dafür einen Kuchen backte. Was für ein herzlicher Empfang!

 

3 Wochen, bevor das neue Schuljahr begann, wurde mir die Schule vom Schulamt Mettmann zugewiesen und ich durfte zum ersten Mal eine eigene Klasse übernehmen.

 

In der Weihnachtsgeschichte hätte an dieser Stelle der Satz gestanden: „ Aber es war kein Raum in der Herberge…“ Ähnlich war es in meinem Fall auch, weil in diesem Jahr so viele Kinder eingeschult wurden, dass dadurch 3 erste Klassen entstanden. So fand ich schließlich einen Raum im Keller, der heute für die SIG- Betreuung und als Bücherei zur Verfügung steht und den es nun galt, als Klassenraum umzugestalten. Das war harte Arbeit, wenn man einen gewissen Anspruch hat.

 

Aber.. Es war eben auch etwas Besonderes, so losgelöst von dem Rest der Schule, seinen eigenen (Rückzugs-) Ort des Lernens zu haben. Schon bald empfanden es die Kinder ebenso.

Meine erste eigene Klasse… Es war eine aufregende Zeit… Dadurch, dass es sowohl für die Kinder, als auch für mich „das erste Mal“ war, entstand ein sehr inniges Verhältnis, das ich mit einigen der Kinder und Eltern, auch nach über 20 Jahren, aufrechterhalten konnte.

Rückblickend kann ich sagen, dass sich durchgängig eine Verbundenheit, Nähe und ein gegenseitiger Respekt bei allen Kindern und Eltern meiner Klassen aufgebaut hat.

Danke für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde!

 

Was ist in der Zeit passiert?

Es gab viele glückliche und schöne Momente, die ich sicherlich nicht vergessen werde.

Ich erinnere mich an tolle Klassenfahrten und verschiedene Ausflüge.

 

Es gab viele bunte und fröhliche Veranstaltungen in der Schule, angefangen von den im Jahresrhythmus festgelegten Feiern wie Karneval, Sommerfest, Adventssingen, Weihnachtsfeiern, aber auch Projektwochen, die alljährliche Verabschiedung der Viertklässler, Sponsorenläufe, Vorlesetage, klasseninterne Projekte/ Veranstaltungen…

Sehr gerne erinnere ich mich auch an unsere Feier zum hundertjährigen Bestehen unserer Schule. Das alte Gemäuer bekam einen neuen Farbanstrich, unseren heutigen.

 

Viele Kolleginnen mutmaßten damals, ich wäre an der Farbauswahl maßgeblich beteiligt gewesen.

Es hat auch sehr traurige Momente gegeben. Für mich unvergesslich wird Schicksal eines Schülers (und seiner Familie) bleiben, der große Tapferkeit und Überlebenswillen bewies und dennoch den Kampf gegen seine schwere Krankheit verlor. Schwere Schicksalsschläge wurden von Eltern und Kindern genau so mitgetragen, wie die schönen und lustigen Momente.

 

Kolleginnen kamen und gingen. Frau Deibl, die kurz nach meinem Antritt als Lehrerin, auch eine Festanstellung an dieser Schule bekam, nimmt heute eine besondere Rolle ein. Nach ca. 15 Jahren, als „passives Mitglied“, wegen einer Anstellung am Studienseminar und diversen Moderatoren- und Qualitätsmanagertätigkeiten, kehrte sie in diesem Schuljahr wieder an ihre „alte Schule“ zurück.

 

Mit im Gepäck ist viel Wissen, ihr Talent zum Organisieren, Innovationen, Visionen, ein hohes Maß an Motivation, aber auch viel Herzblut für das System „Schule“ und alle dazugehörigen Organe.

 

Was macht die Albert Schweitzer Schule aus?

Es bedeutete für mich zunächst das Arbeiten in einem kleineren System.

Der Einstieg hätte nicht herzlicher sein können. Ich habe mich von Anfang an „aufgehoben“ gefühlt und partizipierte damals von vielen freundlichen Worten und den Erfahrungen meiner älteren Kolleginnen.

 

So unterschiedlich wir als Menschen und Lehrerpersönlichkeiten in all den Jahren waren und immer noch sind…

Die Beziehungen untereinander waren grundsätzlich von Respekt und Herzlichkeit geprägt.

 

Natürlich kam es, je nach Arbeitspensum und psychischen Belastungssituationen, zu Meinungsverschiedenheiten und Unstimmigkeiten…. Diese konnten aber, letztendlich immer, konstruktiv geklärt werden.

 

Das Aufeinandertreffen von Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Ländern sorgte für einen multikulturellen Einfluss, der das gesamte Schulleben bereicherte.

 

Letztendlich ist es natürlich auch immer das eigene Dazutun, die eigene Haltung und Stimmung, die dazu beiträgt, ob man sich wohl fühlt.

 

Um ehrlich zu sein… Ich blicke wehmütig zurück, verlasse „meine alte Schule“ nicht gerne, blicke aber neugierig in die Zukunft und ich bin bereit, mich der neuen Herausforderung zu stellen.

Es war nicht immer leicht, es gab Steine zu überwinden, aber kein Stein war zu hoch, als dass ich darüber gestolpert wäre.

 

Manche Steine waren im Nachhinein auch als Denkanstoß zu betrachten und haben dazu beigetragen, um eine Erfahrung reicher zu werden und um gestärkt daraus hervorzugehen.

Danke, für alle Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen, die ich in der Zeit an der Albert Schweitzer Schule machen durfte.

 

Mein Motto: „Heiter weiter“ und „Gemeinsam sind wir stark“.

 

In diesem Sinne!                                  Eure/ Ihre Christiane Wallmeier

 

 

 

Wenn ich nach Beschreibungen suche, die ausdrücken sollen, was unsere Schule ausgemacht hat, kommen mir diese Worte in den Sinn…

 

A- anspruchsvoll, authentisch, alphabetisch, achtsam, affektiv

L- liebenswert, loyal, lustig, laut, lebendig, leistungsfähig

B- bodenständig, bunt, belesen, begreiflich, begeisternd, bewährt

E- erziehend, effektiv, eloquent, evident, ethisch, engagiert

R- ruhig, rebellisch, rücksichtsvoll, regelkonform, richtungsweisend

T- temperamentvoll, taktvoll, transparent, teamfähig

S- sozial, sachbezogen, seriös, selbstständig, spielerisch

C- clever, charmant, christlich, charismatisch, chaotisch

H- harmonisch, humorvoll, herzlich, heterogen, homogen

W- wild, warmherzig, wandlungsfähig, wissenschaftlich, wortgetreu

E- ehrlich, effektiv, emotional, erfolgreich, empirisch, erwartungsvoll

I- intelligent, intrinsisch, ideologisch, informativ, integrativ

T- teamfähig, tolerant, tugendhaft, tatkräftig, turbulent, traditionell

Z- zielgruppengerecht, zeitgemäß, zappelig, zielbewusst

E- eifrig, ehrlich, enthusiastisch, ergebnisoffen, empfehlenswert

R- realistisch, rationell, routiniert, rechtschaffen, respektabel

S- schlau, schlagfertig, scharfsinnig, sachlich, schematisch, schützend

C- charakteristisch, chronologisch, chancengleich, chillig

H- heimisch, humanitär, hilfsbereit, heiter, hektisch, höflich

U- umsichtig, überraschend, umweltbewusst, umtriebig

L- langmütig, lexikalisch, logisch, liberal, literarisch, lebhaft

E- ethisch, einprägsam, energisch, erfolgreich, evident         C. Wallmeier

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